Zunehmende Mondsichel
MondFünf Tage nach Neumond. Die Sichel wächst, und genau jetzt ist der Mond am spannendsten — nicht bei Vollmond, wie viele denken. Denn entlang der Schattengrenze steht die Sonne flach über der Mondlandschaft, und jeder Kraterrand wirft einen langen Schatten. Was bei Vollmond flach und ausgewaschen aussieht, bekommt hier Tiefe: Man sieht die Ringwälle, die Terrassen in den Kraterwänden, die Zerklüftung des Hochlands.
Rechts, zum hellen Rand hin, wird die Oberfläche ruhiger — dort steht die Sonne hoch am Mondhimmel, die Schatten verschwinden. Die dunklen, glatten Flächen sind Mare: erstarrte Lavaebenen aus der Frühzeit des Mondes, vor drei bis vier Milliarden Jahren entstanden, als große Einschläge die Kruste durchschlugen und Basalt austreten ließen.
Aufgenommen mit dem Seestar S30 Pro von Kempen aus. Ohne Filter
Dieses Licht war 1,3 Sekunden unterwegs, bevor es meinen Sensor traf.
Du siehst den Mond nicht so, wie er jetzt ist – sondern wie er vor gut einer Sekunde war.
- Aufnahme
- 2026-19-07
- Belichtung
- f/5 · 160mm
- Ort
- Kempen
- Auflösung
- 540 × 960 px
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