Der Omeganebel (M17) — abgebrochen nach 35 Minuten
M17 MessierDer Omeganebel im Schützen, rund 5.500 Lichtjahre entfernt. Andere nennen ihn Schwanennebel — je nachdem, was man in der hellen, geschwungenen Wolke im Zentrum erkennt. Es ist eine der aktivsten Sternentstehungsregionen unserer Milchstraße: Was hier rot leuchtet, ist Wasserstoff, den junge, extrem heiße Sterne zum Glühen bringen. Der helle Bogen in der Mitte ist nur die uns zugewandte Kante einer weit größeren Gaswolke — das meiste bleibt hinter Staub verborgen.
Diese Aufnahme ist ein Torso. Nach 35 Minuten zog eine dicke Wolke auf und das war's für die Nacht. Für ein sauberes Bild hätte ich gern die doppelte Zeit gehabt — das Rauschen im Hintergrund verrät, dass hier Belichtungszeit fehlt. Trotzdem zeige ich es, weil genau das zur Astrofotografie in Deutschland gehört: Man plant, man baut auf, man wartet — und dann entscheidet das Wetter.
Aufgenommen mit dem Seestar S30 Pro von Kempen aus. Duoband-Filter an, weil Emissionsnebel wie dieser fast ihr gesamtes Licht in wenigen schmalen Linien abstrahlen — der Filter blockt den Lichtsmog und lässt genau die durch.
- Typ
- Emissionsnebel
- Sternbild
- Sagittarius
- Entfernung
- ~5.500 Lj
Dieses Licht war 5.500 Jahre unterwegs, bevor es meinen Sensor traf.
Damals entstanden in Mesopotamien die ersten Städte.
Angaben in der Literatur schwanken zwischen 5.000 und 6.000 Lichtjahren – Entfernungen im All sind schwer zu messen.
- Aufnahme
- 2026-17-07
- Belichtung
- 10s x 210
- Integration
- 35
- Ort
- Kempen
- Auflösung
- 1339 × 1673 px
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