M5 — ein Kugelsternhaufen aus der Frühzeit des Universums
M5 MessierIm Sternbild Schlange steht einer der prächtigsten Kugelsternhaufen des Nordhimmels. M5 ist rund 25.000 Lichtjahre entfernt — das Licht auf diesem Bild machte sich auf den Weg, als auf der Erde die Eiszeit herrschte und Menschen Höhlenmalereien anfertigten.
Was aussieht wie ein leuchtender Ball, sind mehrere hunderttausend Sterne, die einander durch ihre Schwerkraft festhalten. Sie drängen sich auf einem Raum von etwa 165 Lichtjahren Durchmesser — im dichten Zentrum stehen die Sterne so eng, dass ein Himmel dort von tausenden hellen Sonnen erleuchtet wäre.
Das Bemerkenswerteste an M5 ist sein Alter: Mit schätzungsweise rund 13 Milliarden Jahren gehört er zu den ältesten Objekten, die man überhaupt beobachten kann. Er entstand, als das Universum selbst noch jung war — lange bevor sich unsere Sonne bildete. Kugelsternhaufen wie dieser sind Überbleibsel aus der Entstehungszeit der Milchstraße und umkreisen sie bis heute in weiten Bahnen.
Entdeckt wurde M5 im Jahr 1702 von Gottfried Kirch. Charles Messier trug ihn 1764 in seinen Katalog ein und hielt ihn für einen „Nebel ohne Sterne" — seine Teleskope reichten nicht aus, die Einzelsterne zu trennen. Erst William Herschel gelang das 1791.
Vom Niederrhein aus steigt M5 nur auf etwa 41 Grad über den Horizont — deutlich tiefer als etwa M13 im Herkules, der 75 Grad erreicht. Man blickt also durch eine dickere Luftschicht, was feine Details kostet.
- Typ
- Kugelsternhaufen
- Sternbild
- Se1
- Entfernung
- —
Dieses Licht war 25.000 Jahre unterwegs, bevor es meinen Sensor traf.
Damals malten Menschen in Höhlen die ersten Bilder.
Angaben in der Literatur schwanken zwischen 23.000 und 26.000 Lichtjahren – Entfernungen im All sind schwer zu messen.
- Aufnahme
- 2026-12-08
- Belichtung
- 10s x 27
- Integration
- 5 min
- Ort
- Kempen
- Auflösung
- 953 × 652 px
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